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Kippen im Wasser

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22. Mar: Am Weltwassertag sind Zigarettenkippen...

22. Mar:

Am Weltwassertag sind Zigarettenkippen ein Thema, das besondere Wahrnehmung verdient. Eine weggeworfene Kippe enthält genug Gift, um einen Liter Wasser für Fische unbewohnbar zu machen und um in 20 Litern Wasser die Planktontiere zu töten. Zigarettenkippen sind in der Umwelt einer der häufigsten Müllartikel. Jährlich werden etwa vier Billionen Zigaretten hergestellt, von denen ein erheblicher Anteil der Kippen in die Landschaft geworfen wird. Der Filter besteht aus Zelluloseacetat, keineswegs aus Papier, und die Kompostierung dauert in der Natur Monate oder meist sogar Jahre. Der Giftstoffgehalt im Zigarettenfilter verlangsamt diesen Prozess. Raucher*innen sollten ihre Hinterlassenschaften daher immer einer geordneten Entsorgung zuführen. Eine verschluckte Kippe kann einen Fisch oder Vogel töten.

Nadelkraut ist Gift

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15. Oct: Eine Nadelkraut-Invasion droht...

15. Oct:

Eine Nadelkraut-Invasion droht auf den nordfriesischen Inseln. Die aus Neuseeland stammende Uferpflanze Crassula helmsii kann an offenen Sand- und Schlammufern dichte Polster bilden, die sämtliche heimischen Uferpflanzen überwuchern. Auch junge Amphibien und Uferinsekten verlieren ihre Heimat, wenn das Nadelkraut die Ufer mit einem 20 cm dicken Teppich überdeckt. Die Art ist in England und den Beneluxstaaten bereits ein massives Problem und wird dort in vielen Naturschutzgebieten aufwändig bekämpft. Auf Norderney kommt die Art unkontrolliert vor, auf Terschelling und Wangerooge konnte sie durch Zubaggern der infizierten Dünentümpel beseitigt werden. Nun wurden große Bestände des Nadelkrauts in der Föhrer Marsch entdeckt. Die Föhrer Naturschutzverbände untersuchen derzeit alle erreichbaren Gewässer der Insel nach der gefährlichen Art. Aus technischen Gründen werden Funde der Art hier im BeachExplorer als "Gift 2" gemeldet. Noch unbetroffene Gewässer werden als "Gift 3" kartiert. Wir bitten diese merkwürdige Benennung zu entschuldigen!

Linkshänder gesucht!

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4. Aug: Ein linkshändiger Einsiedler in kleinen Schneckenh...

4. Aug:

Ein linkshändiger Einsiedler in kleinen Schneckenhäusern an Sandstränden wird gesucht! Es handelt sich um den Diogenes-Einsiedler, der in warmen Jahren von Südwesten aus das Wattenmeer besiedelt. Erstmals hat er 2008 Nordfriesland erreicht, 2018 gab es eine erste Meldung aus Dänemark. In kalten Wintern erfrieren die Krebse und verschwinden aus der Deutschen Bucht. Diogenes unterscheidet sich vom Gewöhnlichen Einsiedler durch eine sehr große linke Schere, dunkle Punkte auf den Beinen und einen sehr kämpferischen Charakter. Er lebt in kleinen Schneckenhäusern in der Brandungszone und kann sich mitsamt Häuschen eingraben. Da die aktuelle Verbreitung im Zuge der Nordseeerwärmung unklar ist, wird um Meldungen vor allem aus dem nördlichen Wattenmeer gebeten.

Tote Heringe

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22. Jun: Seit dem Mittsommerwochenende...

22. Jun:

Seit dem Mittsommerwochenende wurden an verschiedenen Küstenabschnitten der Deutschen Bucht Strandungen von Jungheringen gemeldet. An den Küsten von Cuxhaven, Büsum, Eiderstedt und Nordstrand wurden teils Hunderte von toten oder geschwächten Jungheringen gemeldet. Da das Wasser derzeit nur etwa 20°C warm ist und da Heringe vor Überhitzung normalerweise in tieferes Wasser ausweichen, ist das Ereignis bislang unerklärt. Funde von toten Jungfischen sollten bitte zeitnah gemeldet werden. Interessant ist auch, ob es sich um Heringe oder Sprotten handelt (siehe Bestimmungsgang).

Gössel gesucht!

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27. Mar: Vier Wochen...

27. Mar:

Vier Wochen nach der Eiablage schlüpfen aus Grauganseiern die flauschigen gelben Küken, die im Deutschen auch "Gössel" heißen. Nach dem extrem warmen Winter waren die ersten Graugansgelege bereits am 1. März komplett; daher ist ab dem 28.3. mit dem Schlupf der Gössel zu rechnen. Wer findet und meldet die ersten Gänseküken?

Meist brüten Graugänse 5 - 6 Eier pro Paar aus, aber oft schließen die Gänse sich zu "Kindergärten" mit 10 - 20 Küken zusammen. Unerfahrene Gänseeltern überlassen ihren Nachwuchs oftmals den erfahreneren Nachbarn, für die eine große Gösselschar durchaus von Vorteil ist: Schnappt eine hungrige Möwe ein Küken, ist bei einer großen Kinderschar das Risiko der Eltern geringer, dass ausgerechnet eines ihrer genetisch eigenen Kinder das Opfer ist. Die Gössel färben sich nach etwa 10 Tagen von gelb zu grau um und sind nach zwei Monaten flügge. Die um 1970 fast ausgerottete Graugans ist heute wieder in ganz Deutschland heimisch und brütet an vielen Gewässern.

Reisende im Sturm

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11. Feb: Kräftige Weststürme...

11. Feb:

Kräftige Weststürme bringen Vieles an den Strand, was seit Monaten oder Jahren im Meer treibt und teilweise schon von Meereslebewesen erobert wurde. Seepocken, Moostierchen, der Dreikantwurm oder kleine Polypenstöcke siedeln oft auf Treibholz und schwimmendem Müll. In Fischkisten, die ja recht regelmäßig an den Stränden landen, ist mit etwas Glück eine Besonderheit zu finden: junge Kammmuscheln. Bis zu 3 cm große Exemplare dieser Art können sich mit Byssusfäden an Treibgut anheften - besonders im Inneren von Eimern oder Kisten - und können so an die Strände gelangen. Bei kühlem Winterwetter überleben sie oft mehrere Tage an Land und können in Aquarien überführt werden. Sie "hüpfen" unter Wasser bei Gefahr, indem sie mit den Schalen klappen und dabei Wasser durch ihre "Ohren" als Düsenantrieb heraus pressen. Viel Glück bei der Suche und schöne Beobachtungen!

Meeresschildkröte in Dänemark

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6. Jan: Am Nordende des Wattenmeeres...

6. Jan:

Am Nordende des Wattenmeeres im dänischen Blåvand wurde am 4.1.2020 ein lebende Meeresschildkröte angespült. Es handelt sich um ein Jungtier der Unechten Karettschildkröte (Caretta caretta), die die weltweit verbreitetste Meeresschildkröte ist. Das nur knapp zwei Kilo schwere Jungtier war geschwächt an den Strand gespült worden und kam durch die Brandung nicht zurück ins Meer. Es wurde in Dänemarks größtes Meerwasseraquarium "Den Blå Planet"  in der Nähe von Kopenhagen gebracht. Meeresschildkröten gelangen nur sehr selten bis in die Nordsee, da sie nur in tropischen und subtropischen Gewässern dauerhaft leben können. Es ist ein typisches Phänomen, dass zum Jahreswechsel die Temperatur der Nordsee so weit sinkt, dass verirrte subtropische Meerestiere tot oder unterkühlt an die Strände gespült werden.

WANTED! Neue Trogmuschel

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20. Aug: Eine neue Muschelart...

20. Aug:

Eine neue Muschelart besiedelt derzeit das Wattenmeer. Die 2017 bei Rottderdam erstmals festgestellte Amerikanische Trogmuschel (Mulinia lateralis) ist schon seit 2018 in der Emsmündung bei Greetsiel zu finden und wird vermutlich blitzschnell das gesamte Wattenmeer besiedeln. Die Art ähnelt der Gedrungenen Trogmuschel aus der Nordsee, hat aber eine scharfe Kante auf der Oberseite und besiedelt die Wattflächen. Dort wird sie vermutlich der Herz- und Plattmuschel Konkurrenz um Platz und Plankton machen. Möglicherweise wird die neue Art aber auch ein gutes Futter für Watvögel und Möwen sein. Schon im ersten Lebensjahr mit 3 mm Größe kann die Amerikanische Trogmuschel sich vermehren - eine klassische Invasion steht wohl bevor. Offenbar sind die Sicherheitsbestimmungen im Schiffsverkehr zur Verhütung der Verschleppung von "Aliens" immer noch nicht ausreichend - ein ernstes Defizit!

Distelfalter eingetroffen

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12. Jun: Seit Anfang Juni flattern...

12. Jun:

Seit Anfang Juni flattern Tausende von Distelfaltern durch Norddeutschland und sind teils zahlreich auf den Inseln zu beobachten. Sie stammen aus Griechenland und sind die Kinder von Distelfaltern, die dank eines feuchten Winters Mitte März in Saudi-Arabien geschlüpft sind. Distelfalter wandern alljährlich mit dem Sommer von Nordafrika nach Norden und im Herbst in der Enkel- oder Urenkelgeneration wieder zurück. Sie überwinden Gebirge und Meere, wobei der einzelne Falter bis zu 3000 Kilometer Strecke schafft. Aus den Eiern der soeben bei uns eingetroffenen Falter werden Mitte Juli die Enkel der saudischen Frühlingsfalter schlüpfen. Je nach Wetter zeugen sie bei uns eine neue Generation oder machen sich direkt wieder auf den Rückweg nach Süden. Distelfalter sind schon am Nordkap und auf Island angetroffen worden, die Art schafft also - verteilt auf vier Generationen - bis zu 15.000 Kilometer Flugstrecke pro Jahr.