Aktuelles

Wurmeier auf dem Watt

Zu diesem Bild sind die Nutzungsrechte noch im Klärungsprozess. Anstelle von Wutanfällen, Anzeigen oder Abmahnungen bitten wir freundlichst um kurze Rücksprache unter r.borcherding@schutzstation-wattenmeer.de.

1. März: Kleine rötliche Gelatinekugeln auf dem Wattboden k...

1. März:

Kleine rötliche Gelatinekugeln auf dem Wattboden kündigen wieder das kommende Frühjahr an. Es sind die Eipakete des Kiemenringelwurms (Scoloplos armiger), in denen sich pro Kugel etwa 10.000 Eier befinden. Jeweils ein Weibchen und mehrere Männchen erzeugen in einer aufregenden Nacht das Eipaket. Andersfarbige Gelatinekugeln stammen vom Kotpillenwurm (braun), vom Gefleckten Blattwurm (grün) oder vom Köpfchenwurm (gelb). Für Vögel lohnt es sich nicht, den kalten "Schlabber" zu fressen, weil das Aufwärmen im Magen mehr Energie kostet, als in den Glibberkugeln steckt.

Sanderlinge am Strand

Bildinformationen: VW Sanderling Plastik.jpg

Autoren Rainer Borcherding
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1. Feb.: Bei Strandspaziergängen sind selbst jetzt mitten i...

1. Feb.:

Bei Strandspaziergängen sind selbst jetzt mitten im Winter kleine grauweiße Vögel anzutreffen, die geschäftig am Spülsaum umher laufen. Hektisch, als wollten sie keine nassen Füße bekommen, laufen kleine Gruppen von Sanderlingen am Wassersaum umher und picken Nahrungsteilchen auf, die die Wellen ihnen vor die Füße spülen. Oder auch Plastik... Da die Brandungsstrände fast nie zufrieren, erlauben sie dem Sanderling eine Überwinterung auch an der kühlen Nordsee. Erst Anfang Juni, wenn die nördlichste Arktis auftaut, ziehen die Sanderlinge als letzte aus dem Wattenmeer fort in ihre hocharktischen Brutgebiete.

Weiße Schalen am Strand

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15. Jan.: Die winterliche Abkühlung führt immer wieder...

15. Jan.:

Die winterliche Abkühlung führt immer wieder zu Massensterben von Herzseeigeln. An Sandküsten, wo sich zahlreiche Herzseeigel im Sommer im Meeresgrund angesiedelt haben, werden jetzt oft Hunderte oder Tausende der zerbrechlichen Kalkschalen angespült. Meist haben sie alle Stacheln verloren oder sind schon zerbrochen. Von oben sieht die Schale etwa herzförmig aus, daher der Name dieser grabenden Stachelhäuter. Unterseits ist die Mundöffnung, durch die nahrhafte Bodenpartikel aufgenommen wurden. Herzigel wühlen sich in etwa 10 cm Tiefe durch den Meeresboden, etwa wie eine Mischung aus Wühlmaus und Regenwurm.

Holzdrifter gesucht

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Autoren Rainer Martens (Herr)
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18. Okt.: Zur Erforschung von Meeresmüll...

18. Okt.:

Zur Erforschung von Meeresmüll und seiner Verteilung in der südlichen Nordsee hat die Uni Oldenburg am 5.10. südwestlich von Helgoland die ersten 800 Holzdrifter in die Nordsee werfen lassen. Alle Strandläufer sind aufgerufen, ab sofort nach den etwa 15 cm großen Holzklötzen Ausschau zu halten und die Fundorte und Nummern der Drifter zu melden. Fundmedlungen sind möglich über die BeachExplorer-Website (siehe unten) oder über www.macroplastics.de. Wir sind gespannt, von wo die ersten Meldungen kommen!

Herbstzug beginnt

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Autoren Rainer Borcherding
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30. Sep.: Trotz des milden Wetters...

30. Sep.:

Trotz des milden Wetters trudeln die arktischen Zugvögel entsprechend der Jahreszeit nun wieder im Wattenmeer ein. Zehntausende von Pfeifenten sind bereits da und mausern ihre Schwanz- und Deckfedern. Ringelgänse, die ihre Brut verloren haben und in Sibirien zeitiger als sonst mausern konnten, sind ebenfalls schon wieder zu sehen. Erfolgreiche Ringelgansfamilien mit Nachwuchs treffen erst um den 10. Oktober in größerer Zahl im Wattenmeer ein. In den Salzwiesen ist jeden Moment mit den ersten Schneeammern zu rechnen. Sie fressen die hier nun reichlich vorhandenen Samen der Keilmelde, später auch des Quellers. Wer regelmäßig Vögel beobachtet, darf die Sichtungen gerne bei ornitho.de melden!

Südlicher Einsiedler gesucht

Bildinformationen: Diogenes-Einsiedler.jpg

Autoren Rainer Borcherding
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30. Aug.: Ein kleiner Einsiedlerkrebs aus...

30. Aug.:

Ein kleiner Einsiedlerkrebs aus der südlichen Nordsee ist auf dem Vormarsch nach Norden. Schon 2008 hatte der Diogenes-Einsiedler, der an Brandungsstränden in kleinen Schneckenhäusern lebt, nordwärts die Insel Sylt erreicht. Durch kalte Winter ab 2009 starb er im deutschen Wattenmeer aus, ist nun aber wieder in Ausbreitung. Alle Strandforscher sind aufgerufen, gezielt nach kleinen, linkshändigen, sehr lebhaften Einsiedlern zu suchen. Der Diogenes-Einsiedler ist weniger schreckhaft als der Gewöhnliche Einsiedler, was ihm den Artnamen "pugilator" = Faustkämpfer eintrug. Er lebt in der Brandungszone und kann sich mitsamt seinem Schneckenhaus eingraben!

Federn gelassen

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Autoren Rainer Borcherding
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3. Aug.: Der August ist der Federmonat...

3. Aug.:

Der August ist der Federmonat im Wattenmeer: An allen Stränden sind jetzt große und kleine Mauserfedern von Enten, Möwen und Watvögel zu finden. Fast alle Arten wechseln nun ihr komplettes Gefieder. Oft sind die Federn stark abgenutzt, was die Notwendigkeit einer jährlichen Vollmauser deutlich erkennen lässt. Im inneren Wattenmeer findet man oft Federn der Watvögel und Möwen. An den seeseitigen Stränden gibt es massenhaft die schwarzen Federn der Trauerente. Auch Eiderente und Brandgans sowie Großer Brachvogel tragen viel zu den Federspülsäumen bei. Bei der Artbestimmung hilft die laminierte Federbstimmungskarte von www.idee-konzept.de

Rückkehr der Watvögel

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15. Juli: Ab Anfang Juli bevölkert sich das Watt zunehmend m...

15. Juli:

Ab Anfang Juli bevölkert sich das Watt zunehmend mit langschnäbligen Watvögeln. Sie sind entweder schon mit dem Brutgeschäft fertig, oder haben ihren Nachwuchs an Polarfuchs, Raubmöwen oder Schneeeulen verloren. Nun erholen sie sich im Wattenmeer bei Wärme und guter Futterversorgung von der hektischen Brutzeit in der nordischen Tundra. Außerdem beginnt nun die Vollmauser: der Wechsel des gesamten Gefieders. Verteilt über zwei bis drei Monate fallen alle Federn aus und wachsen neu nach. Eiweißreiches Futter und viel Ruhe sind nun besonders wichtig für die Zugvögel.

Wittlinge im Watt

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30. Juni: Das Wattenmeer ist eine Kinderstube...

30. Juni:

Das Wattenmeer ist eine Kinderstube für viele Nordseetiere, darunter auch für den Wittling. Dieser eng mit dem Dorsch verwandte Fisch ohne Kinnfaden kann in manchen Jahren massenhaft im Wattenmeer auftreten. "Wittlingsjahre" waren früher bei den Krabbenfischern gefürchtet, da die Babyfische sehr eifrig die Babygarnelen wegfressen. Erstmals seit fast 20 Jahren könnte nun wieder ein Wittlingsjahr bevor stehen. Überall in den Seetierfängen der Ausflugsschiffe und vereinzelt auch tot angespült sind die derzeit 7 cm langen jungen Wittlinge zu finden.