Aktuelles

Krakenknochen

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4. Okt.: Manche Besitzer von Käfigvögeln bleiben erstaunt...

4. Okt.:

Manche Besitzer von Käfigvögeln bleiben erstaunt am Strand stehen, wenn sie dort angespült ovale weiße Kalkplatten finden, wie sie in Zoohandlungen zur Gefiederstärkung von Käfigvögeln verkauft werden. Dabei handelt es sich um die stützende Rückenplatte (Schulp) der Sepia, eines Tintenfisches. Die Schulpe gestorbener Sepien können über Monate im Meer treiben und mit der Strömung aus Frankreich und England zu uns gelangen. Seevögel picken gerne den Kalk der Schulpe, man sieht oft Pickspuren daran. Meist stammen die Schulpe von der bis 40 cm langen Gewöhnlichen Sepia, aber kleine Exemplare können auch von selteneren südlichen Arten stammen. Im Watt gibt es (fast) nie lebende Sepien, der Grund ist unklar.

Graue Kolibris

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17. Juli: Ein schwirrender Falter...

17. Juli:

Ein schwirrender Falter, der von Blüte zu Blüte saust und dabei ein bisschen wie ein kleiner Kolibri aussieht, ist die Gamma-Eule. Dieser mittelgroße graue Nachtfalter aus der Familie der Eulenfalter trägt auf jedem Vorderflügel ein weißes Zeichen, das an den griechischen Buchstaben Gamma erinnert. Die Gammaeule ist sowohl tags als auch nachts aktiv und ist derzeit überall in der Landschaft zahlreich zu beobachten. Die Art überwintert im Mittelmeerrraum und fliegt im Frühjahr nordwärts, sogar bis Island. Ihre Raupen fressen alles was grün ist (außer Politikern) und können sich bis zum Herbst in zwei Generationen entwickeln. Dann fliegen bis zu viermal so viele Falter, wie im Frühjahr gekommen sind, zur Überwinterung wieder südwärts. Wie die Zugvögel ist die Gammaeule ein ewiger Wanderer.

Pelziger Kindergarten

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23. Mai: Ein haariges Knäuel...

23. Mai:

Ein haariges Knäuel aus braunen Puschelraupen ist Ende Mai ein typischer Fund in vielen Küstensalzwiesen. Es handelt sich um Raupennester des Wolfmilchspinners, eines wärmeliebenden Nachtfalters. Erst vor etwa 20 Jahren hat der Wolfsmilchspinner - vielleicht aus England kommend - unsere Küsten besiedelt. Die Raupen verbringen die ersten Wochen gesellig auf einem selbst gesponnen Seidenteppich und knabbern an diversen Kräutern, vor allem Strandaster, Dreizack und Strandwegerich. Ältere Raupen leben einzeln und haben oftmals bläuliche Strichmuster. Im Juli fliegen die Falter und hinterlassen an Grashalmen Eipakete, die im nächsten Frühjahr neue Raupen ergeben.

Frühling der Fadenschnecken

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Autoren Rainer Borcherding
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4. März: In manchen Jahren sind...

4. März:

In manchen Jahren sind ab März an Muschelbänken im Watt oder angespült am Strand seltsame zottige Tiere zu finden. Sie sind 4 - 10 cm groß und haben eine körperlange Kriechsohle, was sie als Nacktschnecken kennzeichnet. Am Kopf sitzen vier Fühler, auf dem Rücken viele kräftige Fransen. Diese Zotten enthalten Darmfortsätze, in denen funktionierende Nesselkapseln gespeichert sind, die aus der Nahrung der Großen Fadenschnecke stammen: von Seenelken und anderen Blumentieren. Viele Meeres-Nacktschnecken nutzen die Gifte ihrer Beutetiere zum eigenen Schutz. Die Große Fadenschnecke tritt in verschiedenen Farbvarianten auf, ist im Frühjahr erwachsen und laicht dann in Form spiraliger Eischnüre.

Weiße Schalen am Strand

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5. Jan.: Die winterliche Abkühlung führt immer wieder...

5. Jan.:

Die winterliche Abkühlung führt immer wieder zu Massensterben von Herzseeigeln. An Sandküsten, wo sich zahlreiche Herzseeigel im Sommer im Meeresgrund angesiedelt haben, werden jetzt oft Hunderte oder Tausende der zerbrechlichen Kalkschalen angespült. Meist haben sie alle Stacheln verloren oder sind schon zerbrochen. Von oben sieht die Schale etwa herzförmig aus, daher der Name dieser grabenden Stachelhäuter. Unterseits ist die Mundöffnung, durch die nahrhafte Bodenpartikel aufgenommen wurden. Herzigel wühlen sich in etwa 10 cm Tiefe durch den Meeresboden, etwa wie eine Mischung aus Wühlmaus und Regenwurm.

Raritäten stranden

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Autoren Rainer Borcherding
Lizenzbesitzer Schutzstation Wattenmeer
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22. Nov.: Der November ist die...

22. Nov.:

Der November ist die Zeit, in der besonders oft große Fische oder andere seltene Meerestiere stranden - darunter neuerdings wiederholt Zirrenkraken. Doch auch Mond- und Schwertfische landen im November mitunter an unseren Stränden. Ursache für die Strandungen dürfte die Abkühlung des Wassers sein, die für kälteempfindliche Arten, die im Sommerhalbjahr in die Nordsee gelangt sind, nun das Aus bedeutet. Der Zirrenkrake, der offenbar in den 1970er Jahren schon einmal kurzzeitig im Wattenmeer auftrat, ist zwar keineswegs eine südliche Art. Er verträgt aber auch keine Kälte. Das flache Wattenmeer kühlt viel stärker aus, als die tiefere Nordsee - ein natürlicher Faktor, der empfindliche Arten ausschließt. Zeit für besondere Funde am Strand!

Kristallquallen gesucht!

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Autoren Anja Sander (Anja Sander)
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18. Okt.: Der Frühherbst ist wieder die Zeit...

18. Okt.:

Der Frühherbst ist wieder die Zeit, um nach der Kristalqualle zu suchen. Diese durch ihren gefurchten Schirm unverwechselbare Schirmqualle ist bislang noch nie nördlich der Elbmündung gefunden worden. Vielleicht dieses Jahr? Aber auch aus West- und Ostfriesland gibt es viel weniger Meldungen, als man erwarten dürfte, denn auf Spiekeroog wird die Art jeden September gefunden. Augen auf!

Bitte Sender suchen!

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17. Okt.: In den kommenden Tagen...

17. Okt.:

In den kommenden Tagen müssten drei Sender dieses Typs an die Wattenmeerstränden gespült werden. Sie haben sich am 15.10. von den Seehunden abgelöst, an denen Forscher der Tierärztlichen Hochschule Hannover sie befestigt hatten. Die Geräte haben 10 Tage lang 800 mal pro Sekunde(!) aufgezeichnet, wie genau die Seehunde sich bewegen. Dies gibt Aufschluss über die Jagdstrategien der Seehund im offenen Meer. Gefundene Sender bitte sofort melden bei: abbo.van.neer@tiho-hannover.de

Bissiger Zwerg in der Brandung

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25. Juni: In den Sommermonaten werden Badegäste...

25. Juni:

In den Sommermonaten werden Badegäste im Flachwasser der Nordsee gelegentlich „gestochen“. Die Stiche jucken nicht und sind nur für einen Moment schmerzhaft. Der Täter ist eine nur 5 mm lange Meerassel, die in der Brandungszone nach Futter sucht. Sie beißt alles an, was ihr verdaulich erscheint – auch Badegäste. Ihren lustigen Artnamen „Schöne Eurydice“ trägt diese Assel, weil sie nach einigen Schwimmrunden an der Wasseroberfläche immer wieder erschöpft in die Tiefe sinkt – wie die schöne Eurydice aus der griechischen Sagenwelt, die zurück in die Unterwelt sank.