Meersenf (Cakile maritima)

EN: Sea rocket NL: Zeeraket DK: Strandsennep
Kurzbeschreibung Rosa Kreuzblütler am Strandspülsaum
Fundhäufigkeit 29 Fundmeldungen , Verbreitungskarte
Verbreitung
Weltweit, Mittelmeer bis Spitzbergen, alle Nord- und Ostseeküsten Weltweit in der gemäßigten Klimazone an sandigen Küsten, vereinzelt auch im Binnenland. Praktisch alle Küsten Europas von Anatolien und den Kanaren bis zum Nordkap und nach Island. Außerdem Spitzbergen und eingeschleppt an beiden Küsten Nordamerikas, in Argentinien, Australien und Neuseeland. Im Wattenmeer und an der Ostsee überall an Sandstränden.
Status
heimisch
Klimaanspruch
wohl wenig empfindlich Die Art ist vermutlich gegen Temperaturänderungen wenig empfindlich
Hätten Sie gedacht, dass...
... auf Englisch der Meersenf wegen der Form seiner Fruchtkapseln den kuriosen Namen Searocket (See-Rakete) besitzt, auf Niederländisch Zeeraket?
  • ... Meersenf harntreibende und abführende Inhaltsstoffe enthält, die außerdem bakterientötend sind?
  • ...der Meersenf an Nord- und Ostsee zwei verschiedenen Unteraren angehört, die sich in der Fruchtform unterscheiden? Die Nordsee-Unterart maritima hat sehr kurze Anhängsel am unteren Fruchtglied, während die ssp. baltica der Ostsee deutlich zurückgebogene Anhängsel besitzt.
  • ... Meersenfblätter einen hohen Vitamin C-Gehalt besitzen und in Notzeiten als Salat gegessen wurden, aber ziemlich scheußlich schmecken?
  • ... die Keimfähigkeit von jahrelang im Seewasser liegenden Samen noch fast 100% erreicht?
  • .... der Erdflohkäfer Psylloides marcida ausschließlich Meersenf frisst?
Klassifikation Kreuzblütlerartige
Meersenf in der WoRMS-Datenbank
Steckbriefbild:
Meersenf

Bildinformationen: Meersenf

Autoren Rainer Borcherding
Lizenzbesitzer Schutzstation Wattenmeer
Lizenzhinweis Copyrighted Material; the copyright remains with the author (not this web publication)
Lizenz cc-by-sa 3.0
Weitere Bilder
Hätten Sie gedacht, dass....
... der Gattungsname Cakile eine Übertragung des arabischen „Kakeleh“ ist, wo der Meersenf bereits im Mittelalter wegen seiner Heilkraft bekannt war und von arabischen Medizinern unter diesem Namen beschrieben wurde?