Echtes Löffelkraut (Cochlearia officinalis)

EN: Common scurvygrass NL: Echt lepelblad DK: Læge kokleare
Kurzbeschreibung Weißblütiges Löffelblatt, Fruchtkapseln klein und rund
Fundhäufigkeit 1 Fundmeldung , Verbreitungskarte
Verbreitung
Nordhalbkugel, Spanien bis Spitzbergen, Nord- und Ostsee Alle Küstenregionen Europas, Kanadas und Alaskas mit Einzelfunden im Binnenland Mitteleuropas sowie in Japan, Spitzbergen und Grönland. An den Küsten von Wattenmeer und Kattegat fast durchgehend, stellenweise auch bis zur zentralen Ostsee.
Status
heimisch
Klimaanspruch
wohl wenig empfindlich Die Art ist vermutlich gegen Temperaturänderungen wenig empfindlich
Hätten Sie gedacht, dass...
... Löffelkraut sehr viel Vitamin C enthält und deshalb auf Segelschiffen, wo Frischgemüse völlig fehlte, eingesalzen als Schutz gegen die Vitaminmangelkrankheit Skorbut eingesetzt wurde?
  • ... die Wirkstoffe der Pflanze gegen Entzündungen im Rachenraum wirken und zudem harntreibend sind? Daher hat das Gewöhnliche Löffelkraut den wissenschaftlichen Namen Cochlearia officinalis (cochlear = Löffel, officinalis = gebräuchlich).
  • ...gegen Mandelentzündung 3 x täglich ein Tee-löffel frischer Presssaft aus Löffelkraut hilft? Zum Gurgeln werden Kraut oder Samen in Schnaps angesetzt, bei Nierenleiden soll Löffelkrautwein helfen (30 g Blätter in 1 l Weißwein 8 Tage ziehen lassen).
  • ... Löffelkräuter sehr gut als Würze in Salaten und Kräuterquark oder aber pur auf einem Butterbrot genossen werden können?
  • ...es einen kleinen metallglänzenden Blattkäfer in der Salzwiese gibt, der Löffelkraut ebenfalls zum Fressen gern hat?
Klassifikation Kreuzblütlerartige
Echtes Löffelkraut in der WoRMS-Datenbank
Steckbriefbild:
Echtes Löffelkraut

Bildinformationen: Echtes Löffelkraut

Autoren Rainer Borcherding
Lizenzbesitzer Schutzstation Wattenmeer
Lizenzhinweis Copyrighted Material; the copyright remains with the author (not this web publication)
Lizenz cc-by-sa 3.0
Weitere Bilder
Hätten Sie gedacht, dass....
... die Blattzellen der Löffelkräuter so frosthart sind, dass eine sibirische Art noch bei - 45° C den Winter übersteht?