Portulak-Keilmelde (Halimione portulacoides)

EN: Sea purslane NL: Gewone zoutmelde DK: Stilkløs kilebæger
Kurzbeschreibung Graugrünes Salzwiesengestrüpp, Fruchthülle mit Noppen
Fundhäufigkeit 18 Fundmeldungen , Verbreitungskarte
Verbreitung
Europas Küsten, Mittelmeer bis westliche Ostsee Verbreitet an den wärmeren Küsten Europas vom Mittelmeerraum bis zur westlichen Ostsee. Überall im Wattenmeer, vereinzelt im Kattegat und der westlichsten Ostsee.
Status
heimisch
Klimaanspruch
wohl wenig empfindlich Die Art ist vermutlich gegen Temperaturänderungen wenig empfindlich
Größe und Alter
bis 15 Jahre Bei einer Untersuchung auf Ameland (SLIM 2014) wurde anhand der Jahresringe der verholzten Stängel ein Maximalalter von 15 Jahren nachgewiesen.
Hätten Sie gedacht, dass...
... Blattform und Geschmack der Keilmelde an die altertümliche Gemüsepflanze Portulak erinnern?
  • ... Spülsäume im November oft gewaltige Mengen von Keilmeldensamen enthalten? Die Samen sind in dicke Hüllblätter eingeschlossen, die ihnen Schwimmvermögen verleihen und eine weite Verbreitung garantieren.
  • ... es bei uns eine zweite Keilmelden-Art gibt? Die Stielfrüchtige Keilmelde ist allerdings sehr selten.
  • ... ein auf die Zunge gelegtes Keilmeldenblatt nicht salzig schmeckt, weil das Salz noch in den Blasenhaaren ist?
  • ... durch Lutschen an den Blättern der Salzgehalt der Blasenhaare gut zu schmecken ist?
  • ... es drei Arten von Kleinschmetterlingen gibt, deren Raupen ein Keilmeldenblatt aushöhlen und es dann als Schutzhülle mit sich herumschleppen?
  • ... die gelben Blüten der Melde nicht von Bienchen, sondern schlicht vom Wind bestäubt werden?
Klassifikation Nelkenartige
Portulak-Keilmelde in der WoRMS-Datenbank
Steckbriefbild:
Portulak-Keilmelde

Bildinformationen: Portulak-Keilmelde

Autoren Rainer Borcherding
Lizenzbesitzer Schutzstation Wattenmeer
Lizenzhinweis Copyrighted Material; the copyright remains with the author (not this web publication)
Lizenz cc-by-sa 3.0
Weitere Bilder
Hätten Sie gedacht, dass....
... der Name „Melde“ sich von Mehl ableitet, weil viele Meldenarten dicht mit Blasenhaaren besetzt sind, so dass sie mehlig bestäubt aussehen?