Boddenbinse (Juncus gerardii)

EN: Mud rush NL: Zilte rus DK: Harril
Kurzbeschreibung Rundfrüchtige Binse der Salzwiesen mit kurzem Tragblatt
Fundhäufigkeit 3 Fundmeldungen , Verbreitungskarte
Verbreitung
Weltweit, Mittelmeer bis Nordkap, Nord- und Ostsee Europas Küsten von Spanien bis zum Nordkap sowie auf Island, außerdem an beiden Küsten Nordamerikas sowie stellenweise im Binnenland von Zentralasien. In Südaustralien und Neuseeland eingeschleppt. Alle Küsten der Nord- und Ostsee.
Status
heimisch
Klimaanspruch
wohl wenig empfindlich Die Art ist vermutlich gegen Temperaturänderungen wenig empfindlich
Hätten Sie gedacht, dass...
... die Art überschüssiges Salz in die Blattspitzen pumpt, die daher oft vorzeitig absterben?
  • ... die Wurzelmembran Natriumionen aus dem Seewasser nicht durchlässt, aber große Mengen Kalium aufnimmt, das für die Zellen weniger giftig ist?
  • ... der verzweigte Blütenstand, bei dem die untersten Äste am längsten sind, als Spirre bezeichnet wird?
  • ... die dreiklappigen Samenkapseln „Dosenfrüchte“ heißen und jeweils etwa 40 Samen enthalten?
  • ... ein Pilz an den Wurzeln der Binse kleine Knöllchen bildet, deren Funktion aber unbekannt ist?
  • ... in Holland festgestellt wurde, dass Pfeifenten im Winter die Wurzeln der Boddenbinse ausgraben und dabei die Salzwiese oberflächlich umpflügen?
  • ... an der Boddenbinse 26 verschiedene Insektenarten leben, darunter neben Saftsaugern (Zikaden und Blattläuse) auch verschiedene Kleinschmetterlingsraupen?
Klassifikation Süßgrasartige
Boddenbinse in der WoRMS-Datenbank
Steckbriefbild:
Boddenbinse

Bildinformationen: Boddenbinse

Autoren Rainer Borcherding
Lizenzbesitzer Schutzstation Wattenmeer
Lizenzhinweis Copyrighted Material; the copyright remains with the author (not this web publication)
Lizenz cc-by-sa 3.0
Weitere Bilder
Hätten Sie gedacht, dass....
... der deutsche Name von der Ostsee stammt, wo die Art häufig an den Ostseebodden wächst, den flachen Meeresbuchten Mecklenburgs?