Strandbinse (Juncus maritimus)

EN: Sea rush NL: Zeerus DK: Strand-siv
Kurzbeschreibung Dunkelgrüne hohe Binse mit sehr harten Blattspitzen
Fundhäufigkeit 8 Fundmeldungen , Verbreitungskarte
Verbreitung
Weltweit, Kanaren bis Nordkap, Wattenmeer und Ostsee Alle wärmeren Küsten Süd- und Mitteleuropas, außerdem stellenweise eingeschleppt in Ostkanada, Argentinien, Australien und Neuseeland. In Südeuropa auch im Binnenland, an Nord- und Ostsee nur küstennah bis Mittelschweden, nicht in Norwegen.
Status
heimisch
Klimaanspruch
wohl wenig empfindlich Die Art ist vermutlich gegen Temperaturänderungen wenig empfindlich
Hätten Sie gedacht, dass...
... das schaumige Mark im Binsenstengel aus mikroskopisch kleinen sternförmigen Zellen besteht, die nur an ihren Spitzen verbunden sind?
  • ... Salzionen aus dem Boden vermutlich in die Spitzen der Blätter gepumpt und dort - für die Pflanze unschädlich - „endgelagert“ werden?
  • ... ein auf Binsen spezialisierter Blattfloh aus der Verwandtschaft der Zikaden den Blütenstand der Strandbinse so schädigen kann, dass dieser sich in ein kümmerliches Blattbüschel umformt?
  • ... die Raupe einer kleinen Sackträgermotte an den Samenkapseln der Binse frisst, wobei ihr „Po“ in einem weißen Seidenkokon steckt?
  • ... aus den welken Blattscheiden am Stängelgrund der Binse ein kleiner weißer Lamellenpilz hervorwachsen kann, der ausschließlich dort gedeiht? Er wurde in Tunesien, Frankreich, Spanien und Holland gefunden und heißt in Holland (übersetzt) „Strandbinsenreiterchen“.
Klassifikation Süßgrasartige
Strandbinse in der WoRMS-Datenbank
Steckbriefbild:
Strandbinse

Bildinformationen: Strandbinse

Autoren Rainer Borcherding
Lizenzbesitzer Schutzstation Wattenmeer
Lizenzhinweis Copyrighted Material; the copyright remains with the author (not this web publication)
Lizenz cc-by-sa 3.0
Weitere Bilder
Hätten Sie gedacht, dass....
... der Gattungsname Juncus sich vom lateinischen jungere = verbinden ableitet, weil Binsenstängel als Flechtwerk und Schnüre verwendet wurden?