Englisches Schlickgras (Spartina anglica)

EN: Common cord-grass NL: Engels slijkgras DK: Engelsk vadegræs
Kurzbeschreibung Hellgrünes steifes Küstengras mit gegabelter Ähre
Fundhäufigkeit 29 Fundmeldungen , Verbreitungskarte
Verbreitung
Weltweit, Frankreich bis Südschweden, Nord- und Ostseeküste An Mitteleuropas Küsten allgegenwärtig, außerdem eingeschleppt im Westen der USA sowie in Südaustralien und Neuseeland. In Europa von der Bretagne über weite Teile der britischen Küsten bis zum Mittelmeer und Kattegat, Einzelfunde bei Lübeck und Gotland, sonst in der Ostsee fehlend.
Status
heimisch
Klimaanspruch
wohl wenig empfindlich Die Art ist vermutlich gegen Temperaturänderungen wenig empfindlich
Hätten Sie gedacht, dass...
... der ursprüngliche Schlickgrasbastard in England unfruchtbar war, aber bald durch eine Mutation mit Verdoppelung des Chromosomensatzes seine Fruchtbarkeit wiedergewann und sich seither außer durch Ausläufer auch über Samen vermehrt?
  • ... die Samen zwischen ihren Spelzen Luft enthalten, so dass sie sich schwimmend ausbreiten?
  • ... samenfressende Singvögel den harten Samen des Schlickgrases nicht viel abgewinnen können?
  • ... am Schlickgras nur drei Insektenarten leben?
  • ... das Schlickgras vereinzelt noch an Stellen gedeiht, wo es den halben Tag unter Wasser steht?
  • ... es als einzige heimische Wildpflanze bei der Fotosynthese den bei Tropenpflanzen häufigen C4-Stoffwechsel betreibt, der ideal für Standorte mit (Süß)wassermangel ist?
  • ... es sehr leistungsfähige Salzdrüsen besitzt, die feine Salzkristalle ausscheiden, die man bei langer Trockenheit auf den Blättern glitzern sehen kann?
Klassifikation Süßgrasartige
Englisches Schlickgras in der WoRMS-Datenbank
Steckbriefbild:
Englisches Schlickgras

Bildinformationen: Englisches Schlickgras

Autoren Rainer Borcherding
Lizenzbesitzer Schutzstation Wattenmeer
Lizenzhinweis Copyrighted Material; the copyright remains with the author (not this web publication)
Lizenz cc-by-sa 3.0
Weitere Bilder
Hätten Sie gedacht, dass....
... der wissenschaftliche Name vom griechischen Wort sparte = Strick kommt, weil die Pflanze so derb ist, dass man daraus Stricke flechten könnte?