Strand-Tausendgüldenkraut (Centaurium littorale)

EN: Seaside centaury NL: Strandduizendguldenkruid DK: Strand-tusindgylden
Kurzbeschreibung Rosa Blütensterne in reichblütiger Rispe, Grundblätter länglich
Fundhäufigkeit 12 Fundmeldungen , Verbreitungskarte
Verbreitung
Europa, Spanien bis Finnland, Wattenmeer bis innere Ostsee Verbreitungsschwerpunkt an den Küsten Mitteleuropas, zerstreute Funde auch im Binnenland bis Spanien sowie eingeschleppt in Südamerika und Australien. An der Wattenmeerküste, im Kattegat und an der westlichen und zentralen Ostsee fast durchgehend in sandigen Küstenabschnitten.
Status
heimisch
Klimaanspruch
wohl wenig empfindlich Die Art ist vermutlich gegen Temperaturänderungen wenig empfindlich
Hätten Sie gedacht, dass...
... dass der wiss. Name Centaurium sich vom Centauren Chiron ableitet, der in der griechischen Sage den Herkules mit diesem Kraut heilte?
  • ... die in der Pflanze enthaltenen Bitterstoffe ebenso wie beim Gelben Enzian (Magenbitter!) fördernd auf die Verdauung wirken? Tausendgüldenkraut findet daher heute in Magentees Verwendung.
  • ... der römische Gelehrte Plinius die Pflanze als „Erdgalle“ bezeichnete, was auf den bitteren Geschmack hinweist?
  • ... die frühere Verwendung der Pflanze gegen Fieber, Zuckerkrankheit sowie Blut- und Hautkrankheiten wohl eher auf Aberglauben beruhte als auf tatsächlicher Heilwirkung?
  • ... die beiden Tausendgüldenkräuter der Salzwiese leider in Schleswig-Holstein schon auf der Roten Liste der gefährdeten Pflanzen stehen, weil die obersten Salzwiesenbereiche oft durch Deichbauten oder Schafbeweidung zerstört wurden?
Klassifikation Enzianartige
Strand-Tausendgüldenkraut in der WoRMS-Datenbank
Steckbriefbild:

Bildinformationen: Strand-Tausendgüldenkraut

Autoren Rainer Borcherding
Lizenzbesitzer Schutzstation Wattenmeer
Lizenzhinweis Copyrighted Material; the copyright remains with the author (not this web publication)
Lizenz cc-by-sa 3.0
Weitere Bilder  
Hätten Sie gedacht, dass....
... die Pflanze früher als Allheilmittel betrachtet wurde und in so hohem Ansehen stand, dass man sie für „tausend Gülden“ wert hielt?